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Stadtrundfűhrung
Geschichte des Wäschens
Oskar Schindler
Domů




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Städtische Denkmalschutzgebiet

In der Vergangenheit war der Stadtplatz Zeuge einer nicht erlahmenden baulichen Invention. Der Grundriss des Stadtplatzes verrät, dass die Bürgerhäuser spontan, entlang des mittelalterlichen Verkehrswegs entstanden. Der Stadtplatz gehört zu den längsten Stadtplätzen mit beidseitigen Laubengängen in der Tschechischen Republik.


Unter 83 brauberechtigten Häusern, die durch die Stadtmauern fest geschlossen waren, waren auch viele aus billigen und im Mittelalter erreichbaren Baustoffen – aus Holz und Sandmergel. Nach dem ersten bekannten Brand im Jahre 1590 gewann der Stadtkern ein einzigartiges Gepräge im Geiste der Renaissance. Ein Jahrhundert später überwog schon das Barock mit seinen reich verzierten Hausfassaden, was nach 1781 mit vollkommenerer Umgestaltung des ganzen Stadtplatzes gipfelte. Ursache dieser Baubewegungen war der größte Brand in der Stadt, der die meisten Bürgerhäuser in diesem Jahr vernichtete. Im 19. Jahrhundert setzten die Bauarbeiten mit unveränderter Intensität fort, und deshalb wurde das städtische Denkmalschutzgebiet zum Lehrbuch der Architektur. Nebeneinander sind hier vielleicht alle bekannten Baustile vertreten - Gotik, Renaissance, Barock, Klassizismus, historisierende Stile, Neurenaissance, Jugendstilelemente bis zum sozialistischen Aufbau. Es war gerade der Durchgangsverkehrsweg, der bis 1982 die Zerstörung des ganzen Gebiets verursachte, womit sich die Stadt trotz einer aufwendigen und erfolgreichen Rekonstruktion zwischen 1993 – 1994 bis heute abfinden muss. Der Stadtplatz 0,5 km Länge gehört zu den touristisch attraktivsten Ausflugszielen in der Stadt.

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