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Stadtrundfűhrung
Geschichte des Wäschens
Oskar Schindler
Domů




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Oskar-Schindler-Denkmal

Die Gedenktafel für Oskar Schindler von 1994 befindet sich gegenüber seinem Elternhaus in der Politschka-Straße.


Oskar Schindler wurde 1908 in Zwittau geboren und in seiner Vaterstadt war er eher unter dem Beinamen „Schindler – Gauner“ bekannt. Am Ende des Zweiten Weltkriegs machte er sich um die Rettung von nahezu 1200 Juden vor dem sicheren Tod in polnischen Lagern verdient. Eine widersprüchliche Persönlichkeit, Agent des deutschen Spionagedienst (Abwehr), NSDAP-Mitglied, Schürzenjäger und Trinker, wagte 1944 ein abenteuerliches Unternehmen. In seinen Betrieben im polnischen Krakau beschäftigte er Juden, aus deren Arbeit er reich wurde. 1943 änderte sich seine Gesinnung und Schindler begann den Judenwiderstand im Arbeitslager in Plaszów in der Krakauer Vorstadt zu unterstützen. Durch seine Vermittlung wurden ins Lager die für Untergrundbewegung erforderlichen Finanzmittel verteilt. Er nutzte die Korruptionslage in der Naziverwaltung aus und im Herbst 1944, als seine Fabrik geschlossen werden sollte, investierte er sein Vermögen in den Transport seiner Häftlinge ins Arbeitslager in Brünnlitz in Mähren. Hier warteten seine nahezu 1200 Häftlinge nach dramatischen Peripetien die Befreiung ab. Am Ende des Kriegs floh Schindler in die amerikanische Besatzungszone. Nach dem Kriegsende wurde die Fahndung nach Schindler für seine Kriegsverbrechen in der totalitären Tschechoslowakei geführt, aber in der demokratischen Welt wurde er als Retter geehrt. Ihm wurden mehrere Prestigepreise erteilt. Er lebte von materieller Hilfe der geretteten Juden und bemühte sich, in England und in der BRD zu unternehmen, jedoch ohne Erfolg. Er starb 1974 und wurde auf dem protestantischen Friedhof auf dem Berg Zion in Israel begraben. Als einziger Nazi wurde er „Gerechter unter den Völkern“ genannt. Seine Lebensgeschichte wurde 1982 nach Herausgabe des Buches vom australischen Schriftsteller T. Keneally „Schindler´s Ark“ bekannt. Nach diesem Roman hat der amerikanische Regisseur S. Spielberg den mit Oskars ausgezeichneten Film „Schindlers Liste“ (1993) gedreht. Anlässlich der feierlichen Vorpremiere dieses Films in Zwittau 1994 enthüllte die Stadt für diesen ihren Landsmann die symbolische Gedenktafel.

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