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Römisch-katholisches Pfarrhaus

Das ganze intakte Barockgebäude des römisch-katholischen Pfarrhauses unter der Friedhofskirche St. Ägidius gehört zu den Kleinoden der örtlichen Architektur.


Das ehemalige Pfarrhaus stand am linken Ufer des Flusses Zwittawa, an der Stelle der ältesten Besiedlung der Stadt. Es wird im 13. Jahrhundert erwähnt, obwohl seine Wurzeln wahrscheinlich älter sind. Die örtlichen Pfarrer aus dem Prämonstratenser Orden wohnten nicht nur in der St.-Ägidius-Kirche, sondern auch an der Stelle des ehemaligen Klosters bei der Marienkirche am Stadtplatz. Erst im 16. Jahrhundert kann man ein Pfarrhaus näher erkennen, das sich in der Nähe der Herrenmühle und des Teiches befand. Die Teichwirtschaft gehörte zu Privilegien des Zwittauer Pfarrers, und deshalb liegt das Gebäude am Rande der Stadt, nahe der Dreihöfengasse. Zu Zeiten des Olmützer Bischofs František, Kardinals von Diettrichstein und des hiesigen Pfarrers Andreas Marschalek erfolgten ab 1626 große Sammlungen für den Aufbau des neuen Pfarrhauses. Mit einer Hilfe der Stadt und ihres Oberbürgermeisters wurde der Bau 1636 fertig gestellt. Das Kaplanhaus an der Friedhofsgasse stammt erst aus dem Umbau des hinteren Trakts und Hofes im 19. Jahrhundert. Wertvoll ist die Wandung des Haupteingangs ins Gebäude und das Diettrichsteins Wappen oberhalb des Portals. Zum Pfarrhaus gehört ein 30 m tiefer Brunnen. Das Pfarrhaus wurde zu Begin des 21. Jahrhunderts rekonstruiert und bekam eine neue Fassade.

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